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Skripte + Geschichten

Philemon + Baucis

 

  1.  

Philemon und BaucisAuf einem Hügel im Lande Phrygien steht eine tausendjährige Eiche unddicht neben ihr eine Linde von gleichem Alter, beide von einer niedrigenMauer umgeben. Mancher Kranz ist an den Ästen des nachbarlichenPaares aufgehängt. Nicht weitdavon breitet ein sumpfiger See die seichteFlut; wo vordem bewohntes Erdreich war, da flattern jetzt nur Taucherund Fischreiher umher. Einst kam in diese Gegend Vater Zeus mit seinemSohne Hermes, der nur den Stab, nicht aber den Flügelhut trug. Inmenschlicher Gestalt wollten sie die Gastlichkeit der Menschen versuchen;darum klopften sie an tausend Türen, um ein Obdach für die Nachtbittend. Aber hart und selbstsüchtig war der Sinn der Bewohner, so dassdie Himmlischen nirgends Einlass fanden. Siehe, da stand ein Hüttchen amEnde des Dorfes, niedrig und klein nur, mit Stroh und Sumpfrohr gedeckt;aber im ärmlichen Hause wohnte ein glückliches Paar, der biedre Philemonund Baucis, sein gleichaltriges Weib. Dort hatten sie zusammen die froheJugend durchlebt, dort waren sie zu weisshaarigen Alten geworden. Siemachten keinen Hehl aus ihrer Armut, aber leicht ertrugen sie ihrdürftiges Los, heiter und freundlich, in herzlicher Liebe, wenn auchkinderlos, schalteten sie in dem niedrigen Häuschen, das sie alleinmiteinander bewohnten.Als nun die hohen Gestalten der beiden Götter diesem ärmlichen Dachesich nahten und die niedere Pforte mit gebücktem Haupte durchschritten,kam ihnen das wackre Paar mit herzlichem Grusse entgegen, der Greisstellte die Sesselzurecht, die Baucis mit grobem Gewebe bedeckte, undbat die Gäste, sich auszuruhen. Das Mütterchen eilte geschäftig zumHerde, stöberte in der lauen Asche nach einem glimmenden Funken,häufte trocknes Holz und Reisig und blies aus dem Qualm mit schwachemAtem die Flamme an. Drauf trug sie gespaltenes Holz herzu und schob esunter den kleinen Kessel, der über dem Feuer hing. Unterdessen hattePhilemon Kohl aus dem wohlbewässerten Gärtchen geholt, den die Alteeifrig entblätterte, hob mit der zweizinkigen Gabel einen geräuchertenSchweinsrücken von der russigen Decke des Gemaches (lange hatten sieihn zu festlicher Gelegenheit aufgespart) und schnitt ein mässiges Stückvon der Schulter, um es ins siedende Wasser zu werfen. Damit nun aberden Fremdlingen die Weile nicht lang werde, bemühten sie sich, durchharmloses Gespräch sie zu unterhalten. Auch gossen sie Wasser in diehölzerne Wanne, auf dass jene am Fussbad sich erquickten. Freundlichlächelnd nahmen die Götter das liebreich Gebotene an, und während siedie Füsse behaglich ins Wasser streckten, richteten die guten Wirte dasRuhebett. Dieses stand inmitten der Stube, mit Teichschilf waren diePolster gestopft, von Weidengeflecht die Füsse und das Gestell; aberPhilemon brachte Teppiche geschleppt, die sonstnur an festlichen Tagenhervorgeholt wurden-ach, auch sie waren alt und schlecht, und dennochlegten die göttlichen Gäste sich gern darauf, um nun das fertige Mahl zugeniessen. Denn jetzt stellte das Mütterchen, geschürzt und mit zitterndenHänden, dendreibeinigen Tisch vor das Lager, und da er nicht fest stehen wollte, schob sie dem zu kurzen Fuss eine Scherbe unter; darauf rieb siedie Platte mit frischer Krauseminze und trug die Speisen auf. Da warenOliven, herbstliche Kornelkirschen, eingemacht inklarem, dicklichtemSafte, auch Rettich, Endivien und trefflicher Käse und Eier, in warmerAsche gesotten. Alles das brachte Baucis auf irdenem Geschirr, und dabeiprangte der bunte tönerne Mischkrug und zierliche Becher ausBuchenholz, innen mit gelbem Wachs geglättet. Weder von hohem Alternoch gar zu süss war der Wein, den der redliche Wirt einschenkte. Jetztaber sandte der Herd die warmen Gerichte, und die Becher wurden zurSeite geschoben, damit es an Platz nicht mangle für den Nachtisch. Nüsse,Feigen und runzlichte Datteln wurden herbeigetragen, auch zwei Körbchenmit Pflaumen und duftenden Äpfeln; selbst Trauben vom purpurnenWeinstock fehlten nicht, und in der Mitte der Tafel prangte eine weisslicheHonigscheibe. Die schönste Würze des Mahles aberwaren die gutenfreundlichen Gesichter der wackern Alten, aus denen Freigebigkeit undtreuherziger Sinn sprachen.Während nun alle an Speise und Trank sich labten, bemerkte Philemon,dass der Mischkrug trotz der immer von neuem gefüllten Becher sich nichtleeren wollte und stets der Wein wieder bis zum Rande emporwuchs. Daerkannte er mit Staunen und Furcht, wen er beherbergte; ängstlich flehteer samt seiner greisen Genossin mit emporgehobenen Armen und demütiggesenkten Augen, dass sie gnädig auf das dürftige Mahl schauten und obder schlechten Bewirtung nicht zürnten. Ach, was sollen sie nur denhimmlischen Gästen bieten? Richtig, da fällt ihnen ein: draussen imStällchen ist ja die einzige Gans, die wollen sie sogleich opfern! Beide eilenhinaus, aberdie Gans ist schneller als sie; mit Geschrei und flatterndenFlügeln entwischt sie den keuchenden Alten und lockt sie bald hier-, balddorthin. Zuletzt gar rannte sie ins Haus hinein und verkroch sich hinterden Gästen, als ob sie die Unsterblichen um Schutz flehte. Und er ward ihrgewährt; die Gäste wehrten dem Eifer der beiden Alten und sprachen mildlächelnden Mundes also: »Wir sind Götter! Der Menschen Gastlichkeit zuerforschen, stiegen wir nieder zur Erde. Eure Nachbarn fanden wir ruchlos,und sie sollen der Strafe nicht entrinnen. Ihr aber verlasst dieses Hausund folget uns hinauf auf die Höhe des Berges, damit ihr nicht unschuldigmit den Schuldigen leidet.« Die beiden gehorchten; auf Stäbe gestützt,strebten sie mühsam den steilen Berg hinan. Nocheinen Pfeilschuss warensie vom höchsten Gipfel entfernt, da wandten sie ängstlich den Blick undsahen die ganze Flur in einen wogenden See verwandelt, nur einzig ihrHäuschen war von allen Gebäuden noch übrig. Während sie noch stauntenund das Schicksal der andern beweinten, siehe, da ward die alte ärmlicheHütte zum ragenden Tempel; von Säulen getragen, schimmerte dasgoldne Dach, Marmor deckte den Boden. Und jetzt wandte sich Zeus mitgütigem Antlitz zu den zitternden Alten und sprach: »Saget mir, duredlicher Greis und du, des Redlichen würdige Gattin, was wünschet ihreuch?« Nur wenige Worte wechselte Philemon mit seinem Weibe, dannsprach er: »Eure Priester möchten wir sein! Vergönnet uns, jenes Tempelszu pflegen. Und weil wir so lange in Eintracht miteinander gelebt haben,

 


 

 

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